Inhaber: Mag. Franciszek Krzysiak
U.a.: Sportlehrer,
Soziologe, Politologe, ehem. Beamte u. Offizier
Immer zur Ihrer Verfügung als: Stadt- und Umgebungsführer,
Reiseleiter, Dolmetscher (Deutsch, Polnisch u. Russisch),
Musiker, Entertainer und Humorist
Zur Verfügung habe ich Mikrobus für 8 Touristen
Dreißig Jahren war ich unterdrückt durch die
Behörde der Polnischen Volksarmee. Im Jahre 1979 gewann ich im Wettbewerb
die Stelle des Oberassistenten in
der Philosophieabteilung des Gesellschafts-Wissenschaftlichen
Lehrstuhls der Hochschule der Kriegsmarine (gegenwärtig:
Kriegsmarineakademie) in Gdynia (Gdingen).
Leider hatte man mich gezwungen die Stelle des Oberassistenten der
Propaganda und Agitation (die ich hasste) in der politischen Abteilung zu
übernehmen. Mein Vorgesetzte sagte
mir kurz: oder machst Du das, was ich will, oder mache ich Dich fertig!
Weil ich protestierte, machte Kritik der Partei (PVAP),
Staatsbehörde, schlug ich vor: die Befreiung von Lügen der polnischen
Geschichte u.a. auch die Wahrheit über Mord im Katyñ zu sagen, dass nicht
die Deutschen, sondern die Russen unsere Offiziere ermordet haben und
förderte ich sehr aktiv Solidarno¶æbewegung, dann im Verlauf des Jahres
schickte man mich dreimal in die Psycheabteilung des
Kriegsmarinekranken-hauses – trotz ich nie krank gewesen war –
und die politische Diagnose lautete: 2 x Neurastheniker und am dritten mal
Psychopath. Natürlich wurde ich gleich aus der Armee entlassen und
„Schwarze Liste“ eingetragen und durch die nächsten 13 Jahren
Militärärztekommission schrieb immer: „Psychopath“.
Endlich in diesem Jahre 2009
war ich vom 19 Januar bis 20 Februar in Danziger Medizinakademie
untersucht und man festgestellt hatte, das die Militärdiagnosen falsch
gewesen waren.
Ein besonderer Dorn im Auge der meinen Vorgesetzten es waren die
Artikel und Gedichte, die ich in den Solidarno¶æbulletin geschrieben habe,
einige von denen versuchte ich auch ins Deutsch zu übersetzen z.B.
Einführung
Das sind
keine Gedichte, was ich jetzt sage,
das sind die
Photographie von jener Tagen!
Das ist
Lebensprosa unseres Landes!
Die
Gewehrschüsse direkt auf die,
die wollten,
das wir würdig leben werden
und fielen
tot von polnischen Kugeln.

Das Treffen mit dem Denkmal
(Unter den Blumen liegt ein schwarzes Kreuz)
Auf dem schwarzweißen Wahrheitsgrunde
Der Trauerschatten.
Polen !
P O L E N
!!!
In die Geschichte Deines Herzens
schaue ich hinein
In die gemalte Traumwelt
Und die Erinnerungen,
Die
vergesse ich nie...
Ein
Morgengeräusch,
Ganz
einfaches Straßenpflaster,
An die
Arbeit ging geradeaus das 70. Jahr
Und eben
hier von Kugeln gefallen ist !
Es streckte
die Hand
zu eigenen
Brüdern heraus...
Sie fiel
nieder... mit letzten Bluttropfen...
Noch heute
höre ich
Wie die
Kugeln pfiffen
Und es
sterbend schrie:
WARUM !?
Warum? warum... wa...rum...

Brennendes Denkmal
Brennendes
Denkmal
Wer es sieht
Vergisst es nie !
Gekreuzigte
Anker...
Welchen
Inhalt haben sie drin ?
Wie viele
Tränen der Brüder und Schwester
Fließen
noch hier auf die Blumen,
Die stets
wachsen werden...
Sie sehen
in die Vergangenheit ein,
Emporragend
aus der Meerestiefe
Stillschweigend
schreien sie
Schallend
wie ein riesengroßes
Glockengeläut...
Sie stehen
wie verzaubert...
Halten wir
ihr Andenken in Ehren !!!
Das war im Dezember 1970
Viele Menschen litten jahrelang!
Endlich kam „Dezember“
Und deckte einige wahre Gesichte auf!
Trotz erhabenen Losungen
fielen die Salven!
Knirschten die Maschinengewehr
wie während der Okkupation.
Stöhnte die Erde sterbend in dem Stillstand
Ein Rauch flüchtete aus Angst in den Himmel
Sind die Toten sind auf der Straße geblieben
Der Wind weinte in ihren Haaren…
Achtung Hubschrauber! Achtung Hub…
Fliegen Tränengasbehälter und scharfe
Kugeln…
Sie fliegen tragend Belohnung
Für die Demütigung und für die Arbeit.
Hier ein Panzer zermalte einen lebendigen Laib
Und dort es war jemandem zu wenig
Und im Zentrum schrie: bombardieren wir Werft!
Später erbauen wir neue wieder!
Und dann geheim/Unter Deckung der Nacht
Trennte man Theorie vom Praktikum ab
Und füllte man mit den Laiben die Gräber aus.
Man befahl uns vergessen
dass „Dezember“ war!
Dass Unterdrückungen und Gerichtsurteile waren
und verbot man uns darüber zu sprechen!

In eine Stunde
An das Haus
Kam ein Wagen.
Sie sind ins Haus
gegangen
und sagten:
„Auf dem Friedhof
im Witomino
In eine Stunde
Wird Begräbnis
Ihres Sohnes
Straßenlümmels
Und Banditen!“
„In eine Stunde!
In eine Stunde“
Der zweite zugegeben.
Kalte Wörter
Wie ein Bajonett
Mit seiner Klinge
Stachen das Herz…
Und Echo brachte:
Keine Familie
Keine Freunden
Keine Bekannten
Niemand eingeladen…
Doch Begräbnis
Sagten sie:
In eine Stunde!
In eine Stunde!!!
Den
Sarg der Staat
Spendierte
Und Begleitung
auch geschickt…
Die Nacht deckte
Mordesschande,
aber Echo
ist geblieben
und schreit immer:
In eine Stunde!
In eine Stunde!!
In eine Stunde!!!

Träume
Noch heute
In der Nacht träume ich…
Einmal Juni (1956),
einmal Dezember (1970)…
Getötete Menschen
Schwangere Frau,
Arbeiter…
Schüler…
Das Schlagen
im Polizeipräsidium
wie vor Jahren…
Aus dem Schlafe wecke ich auf,
und schreie: Mutter! Mutter!
Ich schlafe ein
Und schon wieder träume ich
dasselbe…
Wie schade,
dass ich nie erfahre
was für Träume haben die Herren:
Bierut, Gomu³ka,
Cyrankiewicz,
Ochab, Gierek, Jaroszewicz
Kocio³ek, Moczar, Kliszko.
Die aus meinen Träumen
Mit Köpfen von Basilisken

Als Sühne
(Für die Schießbefehlsgeber von 1970.)
Ich weiß,
du brauchst
Entlastung
von deiner Schuld...
Als Sühne
Fahre nach
Danzig !
Wenn du
dort ankommst
Gehe aus
dem Bahnhof heraus,
Dann siehst
du ein Denkmal,
Das an
deiner Opfer erinnern soll !
Auf Knie
rutschend nähere dich ihm...
Vor den
Kreuzen
Wirf dich
auf Gesicht
Und bleibe
so bis zum Tode !
Veilleicht
dann
Verzeihen
sie dir ...
Abschluss
Und jetzt
stehen Sie bitte auf,
wir ehren der
Gefallenen Andenken
dort von dem Werfttore
und auf der
Straßen der polnischen Städte.
/Pause/
Dankeschön!
Das ist schon Ende.
Ich bitte Sie
kein Applaus!
Fordern Sie
Gerichtsurteile über Mörder
Im Namen des
Gesetzes!
Verlangen
Sie die Wahrheit
Und
Gedankenfreiheit
Dass
„Juni“ und „Dezember“
kommen nie
mehr wieder!
Nach Hause
gehend sprechen Sie bitte nicht,
Aber heben
Sie den Kopf hoch
Um würdig zu
leben!
Natürlich
schrieb ich auch andere Gedichte wie z.B.
Waldkonzert

Wir betreten
den Konzertsaal
durch den
breiten Grasteppich,

wo die hohen
Himbeersträucher
wie
Theatersessel sehen aus..
Die hohen
Fichten, elegant wie die Herren
In ihren
Anzügen, neigen ihre Kronen
wie Köpfe grüßend nebenan stehenden Freudenkreis

Und die Laubbäume, besonders Birken,
mit Ballkleider aus glänzendem Brokat
wunderschöne Naturschöpfung
mit Blätterfächer verbreiten Geflüster rundum

Der Specht geklopft hat schon drittes
Glöckchen

im Saal Silentium – grüne Dunkelheit.

Zum Anfang Lerche hielt kleine Rede
Um Konzertlibretto zu beschreiben.

Die Wolke hat den Sonnenreflektor zugedeckt,

auf die Trommel schlug Regenvirtuose.

mit Zartgefühl die Ouvertüre
sagte mir mein Nachbar Igel.

Dann hörte ich den weinerlichen Triller
seinen Melancholievollenklang,
allein habe ich schon Violoncello erkannt,
aber gleich Solopartie die Amsel begann

und schuf so eine Stimmung im Saal,
dass jeder Gast mitsingen wünschte,
im Rhythmus sich schaukelten alle,
aus Freude gelber –wurde der kleine
Reizker.

Als
nächste liebevoll die Nachtigall
gesungen hat

Und die Natur
ehrte mit dem Liede.
Die Liebeshymne waren in ihrer Sprache,
ohne Probleme der ganze Saal verstanden hat.
Augenblicklich begann der Beifallssturm!
Die Donner schlugen mit dem Eisen in die Hände!

Erhob sich der ganze Saal mit Ehre
Um vor der Künstlerin den Kopf zu neigen
Und egal wohin man hinschauen könnte
Ob links oder rechts, ob nach vorn oder nach
hinten
Die Gezweige schlugen stürmischen Beifall
Und der Wald in der himmlischer Euphorie war.

Wunderschönes Konzert sprach man ringsum!
Blickte die Sonne hinter den Wolken hervor,

Glückstränen hatte die Rose in Augen

Und der Wind
ist auf die Berggipfel abgeflogen.

Zufrieden alle der ganze Zuschauer Raum
Auch ein zerbrochenes Spinnengewebe

Und dann die Stille herrschte herum
Um neue Gäste reinkommen konnten.
Franciszek Krzysiak